Absorption
Der UV-Absorptionskoeffizient gibt Auskunft über die Frische und die Qualität des Öls. Laut EU-Verordnung müssen die Werte K232 unter 2,50, K268 unter 0,22 und DeltaK unter 0,01 liegen. Je geringer diese Werte sind, umso höher ist die Qualität des Öls.

Bag-in-Box
Es handelt sich um einen Balg (Bag), der mit dem Öl befüllt und dann in einem handlichen Karton (Box) verpackt wird. Das Olivenöl ist darin lichtgeschützt aufbewahrt und bleibt auch nach dem Öffnen vakuumverpackt. Das spielt für Qualität und Haltbarkeit des Olivenöls eine große Rolle. Bag-In-Box entspricht allen ISA-Vorschriten auf dem europäischen Markt und ist recyclebar.

Kaltextraktion
Die Angabe Kaltextraktion ist laut EU-Verordnung nur zulässig bei nativem Olivenöl extra, das durch Perkolation oder Zentrifugierung der Olivenmasse bei höchstens 27°C gewonnen wird. Das aeolio Olivenöl wird ausschließlich durch hochwertige und schonende mechanische Verfahren gewonnen: Durch Zentrifugierung wird aus der Olivenpaste der kostbare Saft extrahiert. Bei der Kaltextraktion bleiben die wertvollen Nährstoffe und Vitamine des Olivenöls erhalten. Auch der Geschmack und das fruchtig-milde Aroma können sich voll entfalten.

Frühabfüllung
Die Frühabfüllung ist das erste aus den noch grünen und unreifen Oliven gewonnene Öl. Es zeichnet sich durch seinen intensiveren Geschmack, sein stärkeres Aroma und die überraschende Frische aus. Natürlich sind diese Oliven nicht so ergiebig wie die schwarzen, reifen Oliven. Auch die Erntezeit ist begrenzt. Deshalb liegt hier sozusagen eine limitierte Auflage vor. Früher haben es die Bauern selbst behalten und nicht zum Verkauf angeboten; zum Teil tun sie das auch heute noch. Das erste Gefäß mit der Frühabfüllung wurde als Weihgabe für die jeweiligen Heiligen in die Kirchen gebracht.
Wer länger die Frühabfüllung genießen möchte, dem empfehlen wir das Bag-In-Box-Gebinde. Inhaltsstoffe, Aroma, Geschmack und Frische bleiben darin erhalten. Die aeolio Frühabfüllung 2015/2016 hat einen Säuregehalt von nur 0,19 % !

Nativ extra
Die Bezeichnung nativ extra dürfen laut EU-Verordnung nur Olivenöle mit dem geringsten Säuregehalt führen (siehe unter Säuregehalt). Mit aeolio produzieren Antonis Koutsouradis und Dimitris Moutzouris ein Öl, das mit dem Säuregehalt von maximal 0,4 % (Frühabfüllung 0,19 %) weit unter dem europäischen Richtwert von höchstens 0,8 % liegt.
Das Kratzen im Hals (=Schärfe), das manche Neueinsteiger abschrecken kann, stammt nicht von den freien Fettsäuren, sondern ist ein positives Qualitätsmerkmal, das von den Polyphenolen des Öls verursacht wird. Echtes, hochwertiges Olivenöl ist nicht nur fruchtig, sondern immer auch leicht bitter und scharf. Es ist typisch für Öle, die hauptsächlich aus noch grünen Oliven gewonnen werden. Im Laufe des Jahres nimmt insbesondere die Schärfe eines Öls ab.

Peroxidzahl

Die Peroxidzahl ist ein Maß für den Oxidationszustand der Substanzen eines Öls. Sie sollte möglichst niedrig sein. Sie gibt Auskunft über die Qualität der Oliven und die Lagerung des Öls. Bei einem Spitzenöl liegt der Wert direkt nach der Ernte zwischen 4 und 6 und kann im Laufe der Lagerung bis auf 12 ansteigen. Wir haben es geschafft bei dem Frühabfullung dieses Jahres bis 3,83 zu halten.
Das EU-Gesetz sieht für natives Olivenöl extra einen Grenzwert von 20 vor.

Säuregehalt
Die Bezeichnung nativ extra dürfen laut EU-Verordnung nur Olivenöle mit einem Säuregehalt unter 0,8 % führen. Je niedriger der Säuregrad, desto höher die Qualität des Öls. Das aeolio Öl liegt mit 0,4 % (Frühabfüllung 0,19 %) weit unter dem europäischen Richtwert für Olivenöl nativ extra. Es ist daher höchst bekömmlich.

Ungefiltert

Um die wertvollen Vitamine und Nährstoffe und nicht zuletzt auch das charakteristische Aroma des aeolio Olivenöls zu erhalten, wird auf seine Filtrierung verzichtet. Eintrübungen oder die gelegentliche Bildung eines Bodensatzes sind daher völlig natürlich und beeinflussen die hohe Qualität des Olivenöls keineswegs. Vielmehr sind sie Zeichen für den hohen Anteil gesunder Fettbegleitstoffe und Antioxidantien.

Wachsgehalt

Ein wichtiger natürlicher Bestandteil der Olivenhaut ist das Wachs. Es schützt die Frucht vor Umwelteinflüssen (Parasiten, Pilzbefall o.ä.). Bei der Gewinnung des Olivenöls durch ausschließlich mechanische Verfahren bleibt ein Großteil des Wachses im Trester (Pressrückstände) zurück. Je minderwertiger also das Öl, desto höher ist sein Wachsgehalt. Am Wachsgehalt erkennt man, ob es sich um ein pures extra natives Olivenöl handelt. Er ist ein Indikator dafür, ob ein Olivenöl mit minderwertigen Ölen gestreckt wurde. Laut EU-Verordnung darf der Wachsgehalt den Wert 250 nicht überschreiten. Bei aeolio beläuft sich der Wachsgehalt auf höchstens 58.

Sensorische
Prüfung durch Olivenöl-Panels:
Für die Güteklassenbestimmung ist die sensorische Prüfung entscheidend. Unbestritten bleibt, dass es innerhalb der besten Güteklasse noch große Qualitätsunterschiede im Geschmack, Geruch, der Harmonie und Dauerhaftigkeit gibt.
Ein Olivenöl muss die drei positiven Eigenschaften "fruchtig", "bitter" und "scharf" aufweisen. Negative Eigenschaften ("Fehler") wie muffig, ranzig, stichig usw. dürfen überhaupt nicht vorhanden sein.